Tradition Klamottentausch

Kann man eine dritte gelungene Zusammenarbeit des Dachverein Reichenstrasse e.V. mit dem BUND Ortsgruppe Quedlinburg und cirka 100 QuedlinburgerInnen schon als Tradition bezeichnen? Ich denke „JA“!

KlamottenTauschrausch
KlamottenTauschrausch

In der Black Friday Zeit war es wieder soweit. Der Saal des Kulturzentrum verwandelte sich in einen großen Basar und neben Blusen, Kleidern und Röcken für Damen, konnten in diesem Jahr sogar mehr Herrensachen getauscht werden. Viele Fehlkäufe müssen nicht im Müll landen, sondern können an einem anderen Interessierten weitergegeben werden. Dazu bringt es viel Spaß beim Suchen und Anprobieren.

Mit Absicht haben wir die letzte Novemberwoche gewählt, da viele Modegeschäfte mit extremen Rabatten am "Black Fridays" zum schnellen und billigen Kauf von Kleidung annimieren. Jährlich kauft jeder Deutsche durchschnittlich 40 neue Teile. Muß das sein?

Zusätzlich wollten wir mit unserer Veranstaltung an der Kampagne #Lieferkettengesetz teilnehmen. Dafür gab am Tauschabend konkrete Informationen zur Herstellung eines Baumwollshirts.

Bei vielen Konsumenten ist das Thema Nachhaltigkeit in das Bewußtsein gerückt. Bei den Einkäufen wird gezielt auf fairen Handel, Transportwege oder ökologischem Anbau geachtet. Nur fehlt einem der Überblick. Oft liegen die einzelnen Produktionsstätten weit voneinander entfernt. So wird die Baumwolle in Amerika angebaut, geht dann zur Verarbeitung und zum Spinnen nach China, damit danach in einer Färberei in Bangladesh der Stoff eingefärbt wird und am Ende in Pakistan für unseren Handel das T Shirt genäht wird. In dieser Produktionskette werden Menschenrechte verletzt und die Umwelt verschmutzt. An einigen Produktionsstätten wird mit ausbeuterischer Kinderarbeit Profit gemacht.

Im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenrabeit wurde ein Gesetzentwurf erarbeitet, das dem Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in den Lieferketten gerecht werden soll. 2020 soll es im Bundestag beraten werden. Sollte das Gesetz in Kraft treten, gibt es eine höhere Unternehmensverantwortung, wenn Produkte beispielsweise in Pakistan genäht werden sollen. Produktionsbedingungen und nicht nur der Herstellungspreis sind dann für den Aufkäufer wichtig. So dass es nicht mehr möglich ist, dass beispielsweise bei einem mangelhaften Brandschutz in einer KiK-Zulieferfabrik in Pakistan 258 Menschen qualvoll sterben mußten.

Nähere Informationen zu der Kampagne oder bei Interesse daran teilzunhemen, dann einfach an den Dachverein Reichenstrasse e.V. Coni Kopf (03946 / 90 19 582) wenden.

Kontakt

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