Blog: Projektarchiv


'Lecker Fisch' - ein Sommerprojekt 2017

im Hort der Kleers GS Quedlinburg und
im Hort der GS Ermsleben “Ludwig Gleim“
In den Projekttagen wurde der eigene Umgang mit Plastikbeuteln, der Wasserverschmutzung und der Überfischung der Meere thematisiert. Die Kinder wurden im außerschulischem Bereich mit dem Thema konfrontiert. Sie lernten verschiedene Meere kennen und erfahren wie sich der Lebensraum Meer in den letzten Jahren verändert hat. Gemeinsam haben wir die Ursachen heraus gefunden. Bei der Verschmutzung der Meere wurde auf die Industrie sowie auf die Kleingärtner eingegangen. Es wurde geklärt, was Dünger und Pflanzenschutzmittel mit unseren See, Flüssen und Meeren zu tun hat. Es wurde der bewusste Umgang mit chemischen Produkten für die Fische erläutert. Eine andere Ursache für den Rückgang der Fischpopulationen ist die Überfischung der Meere. Der leckere Fisch ist nicht immer so lecker! Schadstoffe und Microplastik gelangen über den Fisch auf unsere Speisekarte. Gemeinsam haben wir überlegt was man tun kann. Um diese Ziele zu erreichen wurde das Thema so aufbereitet, dass es für Kinder interessant ist. Dies erfolgte über,
- Wissensvermittlung
- Rollenspiel
- Mal-Angebote
- Einer Betriebsbesichtigung und Erarbeitung von Flyer, eines Infostand für die Bevölkerung mit dem Ziel Plastikbeutel gegen Stoffbeutel zu tauschen.
In beiden Hortgruppen waren die Kinder mit Eifer dabei. Der Wissensstand der Kinder zu diesem Thema war sehr unterschiedlich, entsprechend der Klassenstufe.
Mit je einem Infostand waren wir in Quedlinburg und Ermsleben vertreten. Die Kinder nutzten hier die Gelegenheit um auf die Probleme in den Meeren aufmerksam zu machen.
Sie suchten das Gespräch mit den Erwachsenen um sie aufzufordern ihren Plastikbeutel gegen einen umweltfreundlicheren Stoffbeutel zu tauschen. Die Resonanz bei der Bevölkerung war durchgehend positiv. Wir erreichten mit dieser Aktion ca. 90 bis 100 Menschen.
Die Betriebsbesichtigung im BTZ Thale war ein besonderer Höhepunkt. Hier hatten die Kinder die Möglichkeit, zu sehen, wie aus Plastikgranulat ein neues Produkt entsteht. Das Granulat ist das Ergebnis der gesammelten und geschredderten Plastikbeutel.

Sachsen-Anhalt handelt fair! Aktionstag in Wernigerode

Fair Trade Town
In den letzten Jahren haben wir verstärkt Projekte zum Thema Fairnis durchgeführt. Immer mehr Menschen kaufen fair ein oder benutzen Produkte aus dem bio regionalen Handel. Unternehmen arbeiten nachhaltig und versuchen ohne ausbeuterische Kinderarbeit zu beschaffen.
Vielen Bürgern ist bewusst, das wir in Bezug auf Klimaveränderungen und Weltgerechtigkeit etwas tun müssen. Mit der Kampagne Sachsen Anhalt handelt fair sollen vorhandene Erfolge deutlich sichtbar werden, aber viele neue Bürger in den Diskussionsprozess mit einbezogen werden.
Im Juni fand das erste Treffen der Steuerungsgruppe Fair trade town in Wernigerode statt.

Was ist das Fair Trade Town?
In dem Treffen, an dem Stadtverwaltung Weltladen, Bioladen etc teilnahmen wurde das Interesse bekundet dieses Logo für die Stadt Wernigerode gewinnen zu wollen. Da alle BügerInnen dahinterstehen müssen, Schulen, Vereine, Unternehmen, Handel etc. mitarbeiten sollten fand der Sachsen-Anhalt handelt fair! Aktionstag in Wernigerode statt.
Das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. veranstaltete am Mittwoch gemeinsam mit der Stadt Wernigerode, dem Dachverein Reichenstraße e.V. und dem Weltladen am Schloss einen Aktionstag zum Fairen Handel auf dem Marktplatz.

Am 01.07.2015 konnten die Passanten auf dem Marktplatz kostenlos ein Faires Frühstück genießen. Neben Kaffee, Tee, Schokolade und anderen fair gehandelten Produkten wurden auch regionale Lebensmittel angeboten. Auf einem Fahrrad, welches einen auf dem Gepäckträger befindlichen Mixer antrieb, konnte man sich einen Smoothie „erradeln“. Auch Oberbürgermeister Peter Gaffert kostete die fairen Köstlichkeiten. „Ich kaufe privat häufig Produkte aus fairem Handel. Mit verantwortungsvollem Konsum kann jeder Einzelne zu besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern der Produkte beitragen.“, so der Oberbürgermeister.
Im Anschluss nahmen Schüler/innen der Klasse 9 der Sekundarschule Thomas Müntzer an einem 90-minütigen Bildungsparcours zu den Themen „Fairer Handel und Schokolade“ teil und erarbeiteten sich spielerisch Kenntnisse zu Kakaoanbau, Kinderrechten und Fairem Handel sowie den eigenen Handlungsmöglichkeiten. An einem Informationsstand des EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. konnten sich alle Interessierten einen Überblick über den Fairen Handel und die aktuellen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt sowie den Nachhaltigkeitsaktivitäten der Stadt Wernigerode verschaffen. Der Weltladen am Schloss Wernigerode bot eine Auswahl seiner Produkte zum Kauf an.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Europäischen Jahres für Entwicklung statt und wird von ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH gefördert.

Was ist Fair? Ist Das Fair!

Die SchülerInnen der 3. und 4. Klassen der Grundschule Timmenrode und der Grundschule Am Regenstein in Blankenburg haben einen einführenden Workshop zum Thema bio regional fairer Handel von Susana Fernandez de Friboese erhalten. Beispielhaft ging es um das Leben in einem Dorf der Shipibo Indianer im Amazonas Regenwald. Wie ist ihr Leben, wie wirken sich globale Wirtschaftsverhältnisse auf ihren Alltag aus.
Kokosnüsse wachsen im Umfeld eines Indianerdorfes, aber in ihrem neu eingerichteten Laden werden eingeführte Kokosnüsse in Plastikverpackung verkauft. Die herumfliegende Plastik verschmutzt den Lebensraum der Menschen und Tiere und kann durch durch den Verbrauch regionaler Kokosnüsse verhindert werden. Nach dem Input wurde die Frage gstellt, „Wie kauft ihr ein?“
Sie bekamen Rechercheaufträge mit nach Hause. Einerseits haben wir damit das Thema in die Familie hineingetragen und eine aktive Auseinandersetzung provoziert. Viele Eltern hielten mit den Eltern Rücksprache. Andererseits haben wir mit dieser kleinen Evaluation die Möglichkeiten in der ländlichen Vorharzregion Timmenrode und um Blankenburg erkunden wollen.
Insgesamt hat sich die Arbeit am Fairnisführer als gute Methode herausgestellt, um das Nachdenken und Weiterdenken zu aktivieren. Unsere globalen Wirtschaftsstrukturen haben wir ihnen erklärt und ihnen den Zusammenhang von billigen Produkten aus den Ländern des Südens und den Auswirkungen auf das Leben der Kinder erklärt.
Fazit ist, das durch die Anpassung von Discountern an den Zeitgeist des fairen Handelns sich die Landschaft für das Fairsein zu können, verbessert hat.
Was ist Fairer Handel?

Geht man in das Kino heißt es „Kaufen sie ………………, weil fairgehandelte Schokolade drin ist“
Schlägt man die Zeitungswerbung auf, liest man auf Seite 2“ kaufen sie Produkte mit dem Logo Fairer Handel“, liest man Seite 4 heißt es“ kaufen sie 2 unserer Produkte und bezahlen damit ein Essen eines Kindes in Indien“. Tja, was mache ich als Konsument nun richtig?
Mit einer 8.Klasse des GutsMuthsGymnasium Quedlinburg haben wir uns entschlossen einen eigenen kleinen Spot zum Thema " Fairer Handel" zu drehen.
Nach einem Worshop mit Fabiab Kursawe erarbeiteten in Form einer SimpleShow in 4 Arbeitsgruppen einen Spot. Gezeigt wird der Spot als Vorfilm im Studiokino Eisenstein des Dachvereins Reichenstraße e.V.. Dami erreichen wir eine breitere Masse an Zivilgesellschaft und lösen Diskusionen aus.

Projekt Boden - Schatzkammer der Erde

Dem Aufruf „Sammelt Altpapier für Afrika!“ folgten am 20.06.2014 ca. 150 Grundschüler in den Ökogarten Quedlinburg. Bei der Eingangsfrage „ Was denkt ihr wohl, wofür das ist?“ kamen Gedanken wie „ wir bauen kleine Flieger und schicken sie hin“ oder „Kinder brauchen Zeitungen zum basteln in der Schule“… Die Größeren wußten schon, das es um das Recycling geht.
In vielen früheren Kulturen galten Erde und Boden als heilig und wurden als Lebensspender verehrt. Viele Naturvölker sprechen von der „Mutter Erde“, aus der alles Leben hervorgeht.
Er dient Pflanzen, Tieren und Menschen als Nahrungsgrundlage, Energiespender, Vorrats- und Schatzkammer ebenso als Klimaregulator, Schadstoffumwandler, Standort, Zuhause oder schlichtweg als „Boden unter den Füßen“. Daher ist die Pflege und Erhaltung einer guten Bodenqualität so absolut notwendig.
In verschiedenen Lernstationen erhielten sie Kenntnisse über die verschiedenen Bodenarten, was notwendig ist, um ihre Qualität zu erhalten und welchen Tieren sie zum Beispiel hier im Harz als Wohnort dienen.
An der Lernstation „ tropischer Regenwald“ löste sich dann der Grund für das Sammeln des Altpapieres auf. Sie bekamen die Besonderheiten des Regenwaldes erklärt und was mit dem Boden passiert, wenn die großen Bäume gefällt werden. Bei einem Test, welches Toilettenpapier sich weicher anfühlt konnten mache Kinder keinen oder nur einen geringen Unterschied feststellen. Die abschließende Frage, ob nicht so ein geringer Unterschied hinnehmbar ist, wenn dafür der Lebensraum von Tier und Mensch erhalten wird, haben alle bejaht.

BIO REGIONAL FAIR

Im Rahmen des Projektes „BIO REGIONAL FAIR – Lernen und Wirken in Sachsen-Anhalt“ des EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. ist gemeinsam mit Kooperationspartner/innen einer 9. Klasse der Sekundarschule Thomas Müntzer, dem BUNDjugend Sachsen-Anhalt: Björn Budde und dem Dachverein Reichenstrasse e.V. Cornelia Kopf ein nachhaltiger Einkaufsführer für ´Wernigerodeun Quedlinburg erstellt worden.
Informationen sind bei uns zu erfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Jahresthema 2014 - FIT IN DIE ZUKUNFT

2014/2015 sind die europäischen Jahre in dem ein Fazit auf die Erfüllung der MDG Ziele, die von der 55.
Generalversammlung der UN erlassen worden, gezogen wird. Gleichzeitig aber auch ein Ausblick gegeben wird, wie es weitergehen kann. Im Ergebnis eines Netzwerktreffens Mitte 2013 wollen wir den Ist -Stand, im Bereich der Entwicklung der Kinder, der Eindämmung der Kinderarbeit untersuchen. Gerade in unseren verschiedenen schulischen und sozialen Einrichtungen wird dieses Thema sehrsensibel aufgenommen, da es das Alter unserer Zielgruppe betrifft.
Kinderarbeit und Armut der Eltern sind als eine Einheit zu sehen. Das Ziel, die Rate von extremer Armut betroffener Menschen zu halbieren, ist statistisch gesehen erreicht worden. Aber trifft das auf alle Länder zu? Die ostasiatischen Länder erlebten einen Aufschwung. In den Ländern der Subsahara sind die Lebensbedingungen immer noch sehr problematisch. Nahrungsmittel, aber auch der Zugang zu sauberem Wasser stellen ein Problem dar. ( BMZ Bericht Stand Erfüllung MDG Ziele)
Derzeit wird auf politischer Ebene in Sachsen Anhalt eine Diskussion geführt,in der die Kinderrechte in das Grundgesetz unserer Landespolitik verankert werden sollen.
Seit 2012 wurde ein Vergabegesetz vom Landtag Sachsen Anhalt verabschiedet, so dass die Beschaffung von öffentlichen Mitteln unter Ausschluss von ausbeuterischer Kinderarbeit stattfinden soll.
Was hat unsere öffentliche Beschaffung, Beschaffung in der Wirtschaft und unser Einkauf mit Kinderarbeit zu tun? Diese Frage wollen wir u.a. im Jahr 2014 bearbeiten. Die Berücksichtigung von bio regional fairen Produkte sollten immer mehr unseren Einkauf in allen Bereichen bestimmen. Häufig gehörte Argumente wie „ ………….der fairgehandelte Kaffee ist so teuer, den kann ich mir nicht leisten!“ sollen in diesem ersten Projektjahr entkräftet werden. An Hand von Rechereaufträgen werden die Kinder herausfinden, dass der Kaffee zum herkömmlichen Markenprodukt nur um ein Euro teurer ist. Nur welche Auswirkungen hat dieser Euro auf das Leben eines Kindes von Kaffeebauern? Wir wollen Vorurteile ausräumen und Argumente für Fairness schaffen.
„Mit Kreistagsbeschluss KT I/1009 vom 09.07.2008 hat sich der Kreistag zur lokalen Agenda 21 bekannt und eine Rahmenzielstellung für den Landkreis Harz beschlossen.

Grundsätze zur Arbeitsweise im Landkreis Harz (Auszug aus dem Beschluss)
Der Landkreis Harz beteiligt sich am weltweiten Prozess einer nachhaltigen Entwicklung. Alle wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entscheidungen werden darum an dem Grundsatz der Agenda21 ausgerichtet:
- ökonomisch zukunftsfähig
- ökologisch tragfähig
- sozial gerecht
Beschlüsse des Kreistages und Handlungen der Verwaltung werden an dem Grundsatz der Agenda 21 überprüft.“ (http://www.kreis-hz.de/de/lokale-agenda-21/lokale-agenda-21-20000670.html)
Die Studie des WBGU „ Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ (2011) zeigt aber auf, das die Notwendigkeit einer Trendwende besteht. Noch immer sind in den letzten Jahren Entscheidungen getroffen worden, die den Klimawandel zu einer unserer größten Herausforderungen werden läßt. Auf der Konferenz für Umwelt- und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro (1992) haben 179 Staaten sich der Agenda 21 verpflichtet. Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit bilden die Basis für dieses Programm und sollen die Lebensgrundlage, nämlich eine intakte Erde im sozialen Gleichklang der Nationen untereinander für die nächsten Generationen nicht zu zerstören. Die Vernetzung von Umwelt, Sozialem, Wirtschaft, Ressourcenschutz, weltweite Gerechtigkeit und ein verändertes Konsumverhalten muß von jedem erfaßt werden und in einem nachhaltigen Handeln münden.
Daher gehen wir in 2015 gezielter auf den Zusammenhang von Wirtschaft und Ökologie und deren Bedeutung für das Leben eines Kindes auf. Kinder haben ein Recht darauf an sauberen Flüssen zu spielen oder sauberes Wasser zu trinken. Nur findet immer mehr ein Kampf um das Wasser statt. Siehe die Auseinandersetzungen um den Nil.
Durch den Klimawandel oder falscher Umgang mit dem Boden gibt es immer mehr Land das verödet und dadurch nicht nur der Freizeiteffekt, sondern auch die Ernährung der gesamten Familie gefährdet ist. Durch Information und Aufklärung über die Entstehung von Waren und Leistungen im Süden, die bei uns im Alltag konsumiert werden, wird Nachdenklichkeit über den eigenen und gesellschaftlichen Konsum generiert. Dabei werden in einem besonderen Maße Bildungsaspekte hoch gewichtet.

Durch welche Hände geht die Ananas?

„Durch welche Hände geht die Ananas?“ fragten sich SchülerInnen aus dem Landschulheim Grovesmühle und dem Collegio Allemagne in Guadalajara. Gemeinsam gingen sie im Herbst letzten Jahres auf Exkursion und lernten vieles über den Anbaubedingungen der Ananas, Einkausfmöglichkeiten und der Fairnis. Warum müssen einheimische Produkte eine weite Wegstrecke zurücklegen, wenn sie wenige Kilometer entfernt frisch geernetet werden. Das ist nicht nur ein Problem in Mexiko, sondern betrifft auch unsere Wirtschaft im Harz.
Aber viel besser gewinnen sie den Eindruck des Projektes auf der folgenden Homepage!
http://www.grovesmuehle.de/erfahrungen_schueleraustausch.html
Für die finanzielle Unterstützung des Projektes sagen wir ein großes Dankeschön der Stiftung Nord Süd Brücken, dem Landesschulverwaltungsamt und dem Förderverein der Schule.

Auswertung der Ausstellung 'Und sie versprachen mir ein herrliches Fest'

Durch den Impuls von SchülerInnen den das Netzwerk für Prävention des Landkreises Harz erhalten hat, wurde die Ausstellung „und sie versprachen mir ein herrliches Fest“ in die Präventionstage im Landkreis Harz und den Veranstaltungen der Friedensdekade eingebunden.
Vom 4.11. – 4.12.2013 wurde die Ausstellung während der Friedensdekade in der Nikolaikirche des evangelischen Kirchspiels Quedlinburg gezeigt. Um den Termin herum reiste sie nach Gernrode, Quedlinburg, Blankenburg, Wernigerode und Harzgerode. Sie wurde täglich von mehreren Schülergruppen besucht. Dabei öffneten sich die Schulen füreinander und es gab eine sehr gute Zusammenarbeit mit Pfarrer Gentz und dem Kollegenteam aus der Nikolaikirche. Neben den öffentlichen Besuchszeiten der Kirche fanden hier auch Besuche von Schülergruppen statt. Die Öffnungszeiten paßten sich dem Bedarf der Schüler an.
Durch die vorbereitende Pressearbeit zur Ausstellung stellten wir fest, wieviel Aufmerksamkeit und vor allem Feinfühligkeit der Umgang mit der Austellung erfordert. Schon im Vorfeld riefen im Dachverein reichenstrasse e.V. mitfühlende Menschen an, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollten. Dabei machte ich die Erfahrung, das Menschen, die selber Leid erleben ( Krankheiten wie Krebs, der zur Brustamputation führt) oder erlebten (Kriegserfahrungen) sehr emotional reagierten. Schon im Vorfeld fanden Gespräche statt, die sich dann mit der Ausstellung vertieften.
Allgemein löste das Thema schon vor dem Eintreffen der Ausstellung die unterschiedlichsten Emotionen aus. So gelang es mit der Ausstellung nicht, zu jeder anvisierten Schulform Zugang zu gewinnen. „ Muß man darüber wirklich reden?“, „Hier bei uns ist doch alles in Ordnung.“ Es gab auch Bedenken, Jungen und Mädchen gemeinsam an den Workshops teilnehmen zu lassen, und das doch auch Brennpunktschulen mit integriert waren, wo man durch die Pubertät der Zielgruppe Probleme erwartete. ABER: die Heranwachsenden belehrten uns eines Besseren. Viele Befürchtungen waren unnötig. In den Begleitworkshops war eine offene Arbeitsstimmung, die sich ausschließlich mit dem Inhalt beschäftigte. Es gab auch Vorkontakte von BürgerInnen nach der Ankündigung der Ausstellung. Das zeigte uns, dass die Absicherung der Begleitung der Ausstellung in der Nikolaikirche notwendig war. Es gab einen großen Bedarf nach Gesprächen und auch nach der Möglichkeit zu unterstützen.
Mit Empfehlung von Terres de Femmes fand eine Weiterbildung mit Frau Dr. Kerstin Schmitt zur Vorbereitung von den begleitenden Schulsozialarbeitern, Sozialpädagogen des Landkreises und Lehrenden statt. Da dieses Thema sehr viele unterschiedliche Emotionen auslöst, war der Anfang der Weiterbildung auch das Herausstellen unserer eigenen Motive und persönlichen Einstellungen.
Was ist FGM?
Als Einstieg nutzten wir verschiedene Fotos, durch die sich die Heranwachsenden eigene Vorstellungen machen konnten. Nach dem sie ihre Ansicht über das gesehene formuliert hatten wurde aufgelöst, was wirklich dargestellt wurde. Es zeigt, dass immer verschiedene Sichtweisen möglich sind und man genau sollte, um sich wirklich eine Meinung zu bilden. Der Begriff Beschneidung wurde geklärt. Welche Arten gibt es, wo sind sie verbreitet und welche Gründe stehen dahinter? In kleinen Gruppen bekamen sie Fragen, deren Antworten sich in der Ausstellung wiederfanden. Sie lernten die verschiedenen sozialen Positionen kennen, warum Beschneidung in den Regionen befürwortet wird. Vom Kind bis hin zur Beschneiderin. In einer nachfolgenden Übung bekamen sie verschiedene Aussagen zu lesen, die sie dann selbständig einzelnen Personen zuordnen mußten.
Beispiel“ meine Tochter soll einen anständigen Mann bekommen, daher muß sie beschnitten werden!“ Wer kann das gesagt haben? Mutter, Imam, Großvater…………. Hierbei gab es kein richtig und falsch, denn es ist komplex und das war Ziel der Übung. Eine Veränderung der Lebensbedingungen der Frauen und Mädchen hat viel mit Aufklärung zu tun. Zum Beispiel dass es rechtliche Möglichkeiten gibt, auch in Ländern des Südens Beschneidungen schon zu untersagen, wurde ihnen als nächstes vorgestellt. Auch durch ein positives Projekt, das unterstützt durch ausländische Organisationen Hilfe zur Selbsthilfe bringt, zeigte die aktuelle Veränderung der Grundsituation auf. Eine Mädchenschule wurde vorgestellt, zu der junge Mädchen fliehen können und Perspektiven erhalten. Herausgearbeitet haben wir als nächstes auch das Argument der Mädchen selbst, die einem Schönheitsideal folgen und für den Mann vieles hinnehmen. Gilt das nur für den Süden? An dem eigenen Bild von sich, vom Schönheitsideal und vor allem von den Aktivitäten, die in unseren Regionen durchgeführt werden, um attraktiv zu sein, wurde gearbeitet. Das sollte neben dem Überdenken des eigenen Ich die oft gleiche Gedankenwelt aufzeigen. Die Mittel und Auswirkungen sind nur deutlich zu unterscheiden.

Ausstellungen 'Ich ziehe um' und 'Ein Koffer voller Geschichten auf Wanderschaft'

An der Grundschule Am Regenstein in Blankenburg. In der 3. und 4. Klasse wurden die kleinen Epiz-Ausstellungskarten und die Schülerarbeiten im Ethik- und Deutschunterricht gelesen. Dabei wurden Arbeitsgruppen eingeteilt und beschäftigten sich jeweils mit 2 Personen. In der Anwendung mussten wir feststellen, dass die Handschriften der Sekundarschüler zu ausgeprägt für die Lesekompetenz der Grundschüler sind. Sie wurden digital abgeschrieben und somit konnten die Arbeitsgruppen selbständig lesen. Die Texte enthielten teilweise Begrifflichkeiten, die von den Lehrenden erklärt wurden. Bei der Präsentation stellten sie nicht nur die Menschen und ihre Herkunftsländer verbal vor, sie zeigten sie auch auf der Karte und bekamen damit einen plastischen Einblick in die Entfernung der Ortswechsel. Nach dieser Vorarbeit haben wir Frau Susana Fernandez de Friboese eingeladen, sie arbeitet erfolgreich als Referentin mit uns zusammen, stammt aus Peru und ist ein Teil der Ausstellung. Die Kinder hatten mit ihr eine Person zum Anfassen im Unterricht. Sie hat ihren Workshop der Ausstellung angepasst, stellte anfangs sich und Peru vor und nahm nochmal Bezug auf die Ausstellung. Es folgte dann ein interaktives Fingerpuppentheater „Märchen aus den Anden“, das den Schwerpunkt Migration hatte. Die Kinder konnten sich mit den Figuren gut identifizieren, stellten Fragen zum Inhalt des Theaterstückes und drückten mit Hilfe Puppen ihre eigenen Gedanken und Gefühle aus. Anschließend wurde ihre Erzählung „Hüpfend durchs Leben" vorgelesen. Anhand von Text, Fotos und Gegenstände berichtet sie aus ihrem früheren Leben. Die Heranwachsenden hatten dann in einem Gesprächskreis die Möglichkeit, Fragen zum jetzigen Leben und zu den Gründen der Migration zu stellen. "Spiele kennen keine Grenzen“, sie sind Kulturgut der Menschheit und ähneln sich auch oft. Traditionelle peruanische Bohnen- und Stäbespiele wurden ausprobiert. In Gruppenarbeit wurde ein neues Spiel mit eigenen Regeln entworfen und in der großen Runde vorgestellt.
Konzipiert war die Ausstellung für den Perspektivwechsel und Empathieaufbau für Migranten, zusätzlich stellten wir fest, dass sie auch hilfreich für den Übergang von Heranwachsenden in eine andere Schulform ist.

Ein Koffer voller Geschichten

„Ein Koffer voller Geschichten“ ist eine Ausstellung des Epiz Berlin, in der Migranten über ihren Weg nach Deutschland berichten. In der Ausstellung werden Lebensgeschichten von zehn Personen präsentiert, die sich entschieden haben, ihren Lebensmittelpunkt von Ankara oder São Paulo, von Kirow oder Pointe Noire nach Charlottenburg-Wilmersdorf zu verlegen. Reisen Sie und Ihre Schulklasse mit Reşit Mirioğlu von Antakye nach Berlin-Schönefeld und erleben Sie seine Ankunft in dem fremden Land. Essen Sie mit Mohammad El-Tayeh-Sewiti an seinem ersten Tag in Deutschland in einem libanesischen Restaurant, das ihn an seine Heimat erinnerte. Lauschen Sie den Wünschen, mit denen In-Sun Kim als Krankenschwesternschülerin nach Deutschland kommt. Seien Sie dabei, wenn Yulia Delamere S-Bahn fährt und dabei ihren späteren Ehemann kennen lernt. Und feuern Sie gemeinsam mit Bedriye Yagcι ihre Tochter an, die in einer Jungenmannschaft Fußball spielt.
Ergänzt haben wir sie mit der Ausstellung „Ich ziehe um“ der Schüler der Sekundarschule Hagenberg Gernrode. Die Schüler wurden aufgefordert, ihre eigenen Lebensgeschichten zu überdenken und in Form von Collagen darzustellen. In der einwöchigen Präsentation an der Schule wurden beide Ausstellungen gezeigt und in Gesprächskreisen Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet.

'Und sie versprachen mir ein herrliches Fest'

Ausstellung zum Thema Beschneidungen
Diese Ausstellung wird vom 04.11. - 03.12.2013 bei uns im Landkreis Harz gezeigt werden.
Für Quedlinburger Schulen gibt es die Möglichkeit vom 10.11. - 20.11.2013 die Ausstellung in der Sankt Nikolaikirche zu besuchen. Sie ist während der Friedensdekade dort ausgestellt und kann einerseits von allen Interessierten zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden. Andererseits für den Projektunterricht öffnet die Kirche zu entsprechenden Einzelabsprachen.
Fest eingeplant sind die Standorte Gernrode, Harzgerode und Wernigerode.
Im Vorfeld ist eine Weiterbildung geplant, so dass Lehrende der teilnehmenden Schulen auf das Thema intensiv vorbereitet werden. Zur Ausstellung können auch noch Veranstaltungen mit MitarbeiterInnen von Terre des Femmes an Schulen organisert werden. Wenn sie Interesse haben, dann melden sie sich bitte bei mir, Cornelia Kopf unter den angegebenen Kontaktdaten!

'Wir fliegen im September nach Mexiko'...

...können 10 Jungen und Mädchen des Landschulheimes Groovesmühle sagen. Durch die Förderung des LandesschulverwaltungsamtesSachsen Anhalt, der Stiftung Nord Süd Brücken, dem Förderverein der Schule und ihrer Eltern ihres dieses jetzt Wirklichkeit geworden und sie brechen in ein fernes Land auf. Begleitet werden sie von ihrer Lehrerin Frau Gabriele Könnecke und der Bildungsreferentin Frau Yariela Badtke.
Nachdem sich die SchülerInnen in Deutschland und Guadelajara seit einem Jahr kennen und in verschiedenen Projektgruppen zusammenarbeiten findet in Mexiko das persönliche Zusammentreffen statt. Einige haben einen persönlichen Kontakt via Mail schon aufgebaut und werden diesen vertiefen. Probleme, Neigungen der Jugendlichen werden von Ihnen in ganz normalem jugendlichen Austausch thematisiert. Sie erleben hautnah Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihrer Jugendkultur und wachsen zu einer gemeinsamen Gruppe zusammen, was durch gemeinsame Freizeitaktivitäten intensiviert und die Gruppendynamik gestärkt wird. Durch die Unterbringung in Gastfamilien ist sofort Nähe gegeben, aber auch das Verantwortungsbewusstsein für den Gast angesprochen. Die deutschen SchülerInnen lernen durch eigenes Erfahren den konkreten Alltag in Mexiko kennen, erfahren mehr über Sorgen und Probleme und können Parrallelen zu ihrem Leben ziehen.
Gemeinsam gehen sie auf Exkursion undkönnen am Ende die Frage : „ Durch welche Häde geht die Ananas?“ beantworten. Sie setzen sich mit den Kriterien von bio- regional- fair auseinander und lernen den Lebensraum eines Ananaplantagenbesitzers kennen.

Kinderstadt 'Andershausen'

Das sozialpädagogische Großprojekt, das von allen Kinder – und Jugendeinrichtungen der Stadt Quedlinburg im Ökogarten durchgeführt wird, soll die Kinder in die Welt der Erwachsenen einführen. Sie lernen unser soziales und vorallem wirtschaftliches Zusammenspiel kennen. Können einen Beruf ausüben, Geld verdienen und damit sich schöne Dinge leisten.
Aber nicht die Schwierigkeiten einen Job zu finden und mit Geld umgehen zu lernen stehen im Mittelpunkt. In den letzten Jahren hat das Netzwerk 'Harz Global' immer mehr entwicklungspolitische Themen in die Kinderstadt platziert. Der Landkreis Harz ist ein Flächelnland und für zahlreiche Kinder ist die Landwirtschaft durch ihr häusliches Umfeld ein Thema. Für den Anteil „kleinstädtischer“ Kinder ist der Ökogarten ein bekanntes Unterrichtsziel in dem Projekte vor Ort durchgeführt werden können. Daher sind auch ihnen Anbauformen und vorallem landschaftliche Gegebenheiten unserer Region vertraut.
In diesem Jahr konnten sie durch das Angebot von Luiz Ordonez Ocampo und Jennifer Fulton Vergleiche anstellen, welche kimatischen Bedingungen in anderen Ländern vorherrschen, welche Auswirkungen das auf die landwirtschaftliche Produktion und somit auf die Nahrungssicherung hat.
In Mexiko sind in wasserrreichen Regionen sogenannte Chinampas angelegt worden. Die Kinder lernten die, vor allem in Bezug auf die Verkürzung von Transportwegen die Vorteile kennen und konnten als Chinampabauern ihr Geld verdienen. An einem kleinen Fluß legten sie ihren Garten an. Durch die Aussaat von Kresse war am Freitag sogar ein kliner Erfolg zu sehen.
Das Hochwasser hat ihn dann mitgerissen.
Ganz anders sieht es in Australien aus. Durch die Trockenheit sind die Möglichkeiten der Menschen sehr eingeschränkt. Die Ureinwohner flüchten daher in ihre Götterwelt und erbitten Hilfe um ihr Überleben zu sichern.

Parlamentarischer Abend

Der Dachverein Reichenstrasse e.V. ist im Vorstand des ENSA Sachsen Anhalt und an der Vorbereitung und Durchführung des ersten parlamentarischen Abends beteiligt.

Am 21.03.2013 führte das ENSA in Kooperation mit der Außenstelle von Engagement Global in Mitteldeutschland den ersten parlamentarischen Abend durch. Es waren die MinisterInnen Bildung und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft und Arbeit sowie Soziales, eine Staatssekretärin, 26 Landtagsabgeordnete, zwei MitarbeiterInnen aus den Ministerien angemeldet. Thema des Abends war die entwicklungspolitische Arbeit der NRO in Sachsen-Anhalt und die Bedeutung des Starts des PromotorInnenprogrammes in Sachsen-Anhalt. Nach den Grußworten des Vizepräsidenten des Landtages, der Leiterin der Engagements Global Außenstelle sowie der Koordinatorin des ENSA wurden die TeilnehmerInnen bei einem bio regional fairen Büfett eingeladen, an der Netzwerkrallye teilzunehmen. Vier Aktionstische, vorbereitet und durchgeführt von den Mitgliedsorganisationen, präsentierten sehr anschaulich die Inhalte und Methodik der Arbeit im Netzwerk und der ENSA Projekte. Der Perspektiventisch lud zu Gesprächen rund um die künftigen veränderten Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit ein. Die Bedeutung des PromotorInnenprogrammes für die Zukunft der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit und deren Zielsetzungen sowie dessen Notwendigkeit wurden hier in den Mittelpunkt gestellt, während die Leiterin der Außenstelle von Engagement Global über die interaktive Bustour durch Mitteldeutschland und den Deutschen Entwicklungstag informierte. Die Begegnung war sehr gelungen und endete spät abends mit neuen Aufgaben.
Christiane Christoph Geschäftsführerin des ENSA

Jahresthema 2013 - KREUZWEGE

Das Projekt Kreuzwege ist eine ganzjährige Maßnahme des Globalen Lernens des Netzwerkes HARZ GLOBAL in 2013 im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt).
Der Schwerpunkt liegt auf dem Themengebiet der Mobilität. Wir verbinden das Grundthema Mobilität in seiner Vielfältigkeit mit dem Klimawandel, der Migration, der Prävention im Gesundheitsbereich und der Wirtschaftsverszweigungen. Bei allen durchgeführten Maßnahmen wird das Verantwortungsbewusstsein für das globale Handeln herausgearbeitet und vor allem dass Bewusstsein geschärft, warum die Zusammenarbeit an weltweiten Zielen, wie den MDG in unserer globalisierten Welt so unabdingbar sind.
Mit dem Thema „Mobilität“ wird die Vermittlung von faktischem entwicklungspolitischen Basiswissen mit der von Kernkompetenzen des Lernbereichs Globale Entwicklung verknüpft. Bezogen auf Letzteres spielen Kompetenzen, wie die Fähigkeit zur kritischen Analyse/ Reflexion, dem Perspektivwechsel sowie der Entwicklung und Umsetzung von Handlungsstrategien im Jetzt und Heute eine große Rolle. Inhalte der Projekttage sind zum einen Informationen, auf welche Weise und welchen Gebieten wir und die Menschen im Süden mobil sind. Der Zusammenhang der eigenen Mobilität im globalen Kontext soll sie ihr eigenes Handeln überdenken lassen. Hier sind die Heranwachsenden in der Lage, partizipatorisch zu wirken und auch in ihrem eigenen Lebensumfeld Veränderungen herbeizuführen, z.B. wird der Weg zur Schule häufig unnötigerweise mit dem Auto zurückgelegt. Mobilität – Bewegung wollen wir über die motorische Entwicklung hinaus betrachtet sehen. Es geht um das sichere Bewegen, aber auch das sinnliche Wahrnehmen ihrer Umwelt. Kontinente und Länder werden eingeordnet und deren spezifische Eigenheiten werden unterschieden. Durch einzelne Länderbeispiele vergleichen sie die eigene Mobilität, mit der der Gleichaltrigen im Süden. Dabei findet eine Emotionalisierung statt, wie schwierig die Erfüllung der täglichen Aufgaben, z.B. Einkauf, Schulweg oder Arztbesuch, sind. Durch das Zurückerinnern an eigene Ortswechsel, zeigen wir die Schwierigkeiten eines Neuanfanges im unbekannten Land auf, setzen uns mit den unterschiedlichen Ursachen der Migration, wie Krieg und Verfolgung auseinander. Damit wollen wir Empathie und Offenheit der Teilnehmenden gegenüber Migranten unterstützen. Durch die immer globalere Entwicklung der Verkehrsnetze und Informationssysteme steigen die internationalen Wirtschaftsverflechtungen und Standortentscheidungen, Warenströme und Handelsbeziehungen, sowie Forschung und Wissenschaft und lassen sich immer mehr vernetzen. In diesem sich selbst immer verstärkenden Prozess liegen viele politische, soziale, ökonomische, ökologische Entwicklungschancen, es werden aber auch Risiken erzeugt. Die Teilnehmer/innen werden über die verschiedenen .Anbauformen als Groß- und Kleinproduzenten, über Verkaufsverhalten und Verbraucherverhalten, Handelsstrukturen, aber auch dem Landgrabbing mit seinen schwerwiegenden Umwelt - und sozialen Folgen informiert. Gerade mittels Planspielen können Wirtschaftszusammenhänge gut dargestellt und damit die Bedeutung der Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit verdeutlicht werden.
Parallelen zum Aufbau der regionalen Wirtschaft vor Ort sollen gezeigt werden und dadurch ein Umdenken im Verbraucherverhalten in der Harzregion erlangt werden. Teilweise herrscht immer noch eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit dieser Problematik, so dass wir mit dem Bildungszuwachs im Rahmen des globalen Lernens die Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützen.

Als Unterstützung für das Jahresthema „Kreuzwege“ wollen wir ebenfalls 2 Ausstellungen in den Landkreis Harz holen.
1. Zum Thema Migration: „Ein Koffer voller Geschichten“ Zielgruppe Grundschule bis Sek 1 Als Vorbereitung sollen sich die Heranwachsenden mit der eigenen Migration in ihrem Lebensbereich beschäftigen. Gab es Umzüge in eine andere Stadt, einen anderen Landkreis oder sogar in ein anderes Bundesland? Mit diesen Fragestellungen sollen sie sich dann an das Thema heranwagen – „Ich ziehe in ein anderes Land!“, „Wie finde ich mich zurück, was nehme ich mit, was bleibt zurück?“ In unserem Landkreis leben sehr wenige Migranten, daher gibt es immer noch Hemmschwellen, die wir dadurch beseitigen werden. Für eine konkrete Ausstellung haben wir uns noch nicht endgültig entschieden. Perspektivisch könnten wir uns die obengenannte vorstellen, da wir mit ihr im Jahr 2009 positive Erfahrungen sammeln konnten und die Zielgruppe mit nachgewachsenen Schüler/innen existent ist.
2. Zum Thema Menschenrechte: „Sie versprachen mir ein herrliches Fest“ Zielgruppe sind Sek 2 bis zu den Erwachsenen Unser Ziel ist es, das die Notwendigkeit der Aufklärung der Menschen und die Unterstützung der Aktivisten im Kampf gegen Beschneidungen vor Ort erkannt wird. Die Notwendigkeit von Maßnahmen im Rahmen der EZ/EP wird den Heranwachsenden bewusst.

Die Schülerfirma...

...ein unerreichbares Ziel? Kann ich das auch ? Wie gründe ich sie?
Auf alle diese Fragen bekam eine Schülergruppe der Sekundarschule Ludwig Gleim in Ermsleben auf der 6. Internationale Schülerfirmenmesse vom 26. bis 27. Februar 2013 im FEZ-Berlin eine Antwort.
Am Dienstag, dem 26.02.13, unternahmen die Schüler Freya Schlömer (Kl 8b), Anke Bischof (9b), Paul Malte Füber (8b), Yanneck Diener und Jerome Schulze (10b) mit der Lehrerin Frau Reisberg eine Exkursion nach Berlin. Nach dreistündiger Zugfahrt mit Umstieg in Dessau kam die Gruppe im Berliner Hauptbahnhof gegen 14 Uhr an und wurde dort von Herrn Dr. Malte Letz in Empfang genommen. Herr Dr. Letz begleitete uns fachlich mit fachlichen Hinweisen auf unserem Besuch der Messe.
„Nach dem einführenden Diskurs hatten wir Gelegenheit uns auf der Messe mit Informationen zu versorgen. Da größtenteils deutsche Schülerfirmen vertreten waren, sehr zu unserem Vorteil, konnten wir in einen intensiven Meinungsaustausch treten. Die Schülerfirmen deckten ein großes Spektrum ab, vom Catering Service bis zum T-Shirtdruck war alles vertreten.
So fiel es uns natürlich schwer uns auf ein Thema zu einigen.
Also beschlossen wir Ideen von allen anwesenden Firmen zu sammeln und dies später auszuwerten.
Motiviert, voller Ideen und mit vielen Anregungen ging es dann zurück zum Ostbahnhof, wo es noch Mittagessen gab. Anschließend ging es mit der Bahn wieder in Richtung Aschersleben. „ Yanneck Diener

Wir bedanken uns beim ENSA Sachsen Anhalt für die Unterstützung dieser Möglichkeit die Schülermesse zu besuchen.

Saebit 2012 - Eine rollende Karawane fällt ein...

Unter dem Thema Ernährung ist in diesem Jahr an 5 verschiedenen Standorten in Sachsen Anhalt ein entwicklungspolitischer Bildungstag durchgeführt worden. Der Dachverein Reichenstrasse e.V. ist ein aktives Mitglied in dem Eine Welt Netzwerk Sachsen Anhalt und aktiv an der Organisation beteiligt. Mit dem Klimafrühstück wollten die Referentinnen Susana Fernandez de Friboese und Cornelia Kopf den Zusammenhang von Transport, Herstellung von Verpackungsmaterialien, zu hoher Konsum von tierischen Produkten und unserem morgendlichen Frühstück herstellen.

Kooperationsworkshop der entwicklungs-migrations-politischen Netzwerke in Sachsen-Anhalt

Kooperationsworkshop der entwicklungs-migrations-politischen Netzwerke in Sachsen-Anhalt„Handlungsmöglichkeiten in der entwicklungspolitischen Arbeit Sachsen-Anhalts“
Der Workshop findet am 19.09.2012, 10.00 – 18.00 Uhr, im Dachverein Reichenstrasse Quedlinburg, Reichenstrasse 1, 06484 Quedlinburg statt.

Themen waren:
Entwicklungszusammenarbeit und deutsche Entwicklungspolitik!
Das globale Lernen!
Nachhaltig faire Beschaffung – Fairtown Magdeburg

Feierliche Eröffnung einer Zweigstelle von Engagement global in Leipzig!

Wie viele Vereine und Institutionen in Sachsen, Thüringen und Sachsen Anhalt, die sich mit entwicklungspolitischer Bildungsarbeit beschäftigen wurden wir, Stefan Helmholz, Geschäftsführer des Dachverein Reichenstrasse e.V. und Cornelia Kopf, Netzwerkkoordinatorin Harz Global wurden zur feierlichen Eröffnung der Geschäftsstelle von Engagement Global eg in das Leipziger Neue Rathaus eingeladen.
Neben der Vorstellung der Eine Welt Netzwerke der Bundesländer gab es Ausstellungen und Informationen über Fördermöglichkeiten. Es konnten sehr interessante Gespräche mit den einzelnen Sachbearbeitern vor Ort geführt werden. Bei Unklarheiten besteht aber auch die Möglichkeit in der Geschäftsstelle nachzufragen.
Für uns Sachsen Anhaltiner war es natürlich ein besonderes Erlebnis den bio fairen Mangosaft als positives praktisches Beispiel von bio regional fair dort ausgeschenkt zu wissen.

Weiß - Schwarz

Was wäre wenn…
Austellungsangebot - Neue Perspektiven auf gewohnte Bilder

Weiß-Schwarz
Stellen wir uns vor, wir leben in einer Welt, in der jedeR die gleichen Rechte und Möglichkeiten hat – unabhängig von der Hautfarbe, dann könnte jedeR jede Rolle einnehmen und wir wären nicht überrascht.
Wir haben den Test gemacht: Zu einer Reihe von Bildern aus der Entwicklungszusammenarbeit, bei denen Fotopaare mit dem gleichen Motiven aber vertauschten Rollen gegenübergestellt sind, wurden PassantInnen aus Dresden und Berlin nach Untertiteln und Kommentaren für die Fotos gefragt. In unserer Ausstellung „weiß- schwarz“ sind die Fotos und die Reaktionen der PassantInnen zu den jeweiligen Szenarien, auf fünf Textilbannern präsentiert. Durch das Vertauschen der Rollen wird die mediale Wirklichkeit des Betrachters auf den Kopf gestellt und die Möglichkeit bestimmte Stereotype zu reflektieren, eingeräumt.

Schulpartnerschaft

Was haben wohl Guadalajara die Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco in Mexiko mit 1,6Mio Einwohnern und Veckenstedt ein Dorf in Deutschland mit ca 1500 Einwohnern gemeinsam?
In jeder Kommune gibt es eine neugierige und aufgeschlossene Schar von Lehrern und Schülern, die sich kennenlernen wollen! Seid Anfang März gibt es Bemühungen eine Schulpartnerschaft zwischen dem Colegio Alemán de Guadalajara, A.C. und dem Landschulheim Grovesmuehle zu initiieren.
Die sozialen Lebensräume der Schüler können nicht unterschiedlicher sein und doch gibt es Gemeinsamkeiten... welche?... das finden die Schüler selber heraus. In Gemeinsamen Lerneinheiten via Skype lernen sie sich und ihre Jugendkulturen kennen. Teeniefreuden und Teenieprobleme, aber auch das globale Denken, der Blick über das eigene oder deutschlandweite zivilgesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Miteinander soll eine andere Perspektive bekommen. In intensiven Planungsgesprächen haben die Lehrkörper eine positive Arbeitsebene zueinander gefunden und durch Projekte mit der Referentin Frau Yariela Badtke konnte das Land Mexiko schon in den Nordharz geholt werden. Frau Badtke bringt dabei als „waschechte“ Mexikanerin die Sprachkenntnisse mit und begleitet die Grovesmühle bei der Schulpartnerschaft. Die Schüler der Klasse 8a mit ihrer Klassenlehrerin Frau Gabi Könnecke und der mexikanischen Schüler mit ihrem Lehrer Erik Köntges lernten sich gegenseitig kennen und die ersten Einladungen an mexikanische Schüler, einen schulischen Aufenthalt im Landschulheim durchzuführen, werden bald verschickt.

Kooperationsworkshop der entwicklungs-migrations-politischen Netzwerke in Sachsen-Anhalt

'Handlungsmöglichkeiten in der entwicklungspolitischen Arbeit Sachsen-Anhalts'
Der Workshop findet am 19.09.2012, 10.00 – 18.00 Uhr, im Dachverein Reichenstrasse Quedlinburg, Reichenstrasse 1, 06484 Quedlinburg statt.
Wir möchten Sie gerne über die entwicklungspolitische Arbeit in Sachsen-Anhalt und Möglichkeiten der Zusammenarbeit informieren.

Bäume für Idonesien

Unser Jahresprojekt hat die unterschiedlichsten Facetten und eine davon ist der Schutz des Bodens, der Erhaltung der Umwelt, so dass die Ernährung durch das Gleichgewicht der Natur gesichert werden kann.
In diesem Sinne sind 10 junge Bäume, dievon der Referentin Ira Gubernath im Namen Sekundarschule Harzgerode Klasse 7a gekauft hat, auf dem Schulhof einer indonesischen Sekundarschule SMP N3 Tanjungpinang, auf der Insel Bintan - Indonesien eingepflanzt worden. Dort werden die Bäume von den SchülerInnen klasse 2 gepflegt. Anbei einige Bilder von ihrem Besuch.
Diese Pflanzung war der Anfang der Vertiefung von Projekten und der Anfang einer Partnerschaft.

Essen macht Hunger - Planspiel zum globalen Huhn

Hühnerfleisch ist in Deutschland nach dem Schwein die beliebteste Fleischsorte. Besonders seid KonsumentInnen auf fettarme Ernährung Wert legen, wird gerne das magere Hühnerfilet verzehrt. Doch was passiert mit dem Rest des Huhns? - Es wird exportiert, z.B. nach Afrika und macht dort den lokalen Geflügelmarkt durch den Dumpingpreis kaputt.
Aspekte von Globalisierung / Nachhaltigkeit in der Nahrungshandel, am Beispiel vom Huhn findet ein Planspiel zu Hühnerexporten nach Ghana statt und anschließenden Vertiefungsmöglichkeiten zu EU Subventionen und Welthandel aus der Perspektive von afrikanischen Staaten.
Beschreibung: In unserem Workshop wollen wir bei dem ersten Teil mit einem Planspiel eigene Erfahrung sammeln über die Zwänge und Bedingungen des Welthandel. Danach wird die Frage über eigenen Handlungsoptionen: 'Was kann ich als Bürger, Schüler und Konsument tun?' geklärt.
Ziel des Angebotes: Die TN lernen ein Problem aus verschiedenen Perspektiven kennen und werden befähigt, die Komplexität bestimmter Fragestellungen zu erkennen und dafür tragfähige Lösungen zu entwickeln. Neben der kognitiven Ebene (Wissenszuwachs: Welche Probleme entstehen durch Ernährungstrends in Industrieländern?) erlernen die TN Gestaltungs- und Handlungskompetenz und stärken ihr Selbstbewusstsein, Empathie, Personal-, Sozial- und Methodenkompetenz und rhetorische Fähigkeiten durch die Übernahme einer Rolle.

Folgende Lernkompetenzen werden unterstützt:
1 - Sensibilisierung für globale Fragen
2 - Erkennen von globalen Zusammenhängen
3 - Betrachten aus verschiedenen Perspektiven
4 - Bewertungen nach ethischen Maßstäben
5 - Erkennen von eigenen Handlungsoptionen

Methoden: Planspiel - Planspiele sind erfahrungsbezogene und handlungsorientierte Lern- und Arbeitsmethoden, die das Potenzial haben, Menschen ganzheitlich zu motivieren, in politischen, sozialen, interkulturellen und anderen Zusammenhängen und Kontexten gezielt aktiv zu werden ,Verhältnisse zu ändern und Lebens- und Arbeitsbezüge konstruktiv und realitätsbezogen zu gestalten. Medien: Film, Rollenkarten, Radiobeitrag, Karteikarten...
Zeitumfang in Schulstunden: minimal 3, maximal 5, ideal 4
Alter der TN: Klassenstufe ab 9, Lehrer: Referentenfortbildung
Gruppengröße: minimal 14, maximal 30, ideal 25
Räume/Gestaltung der Räume: (z.B. Großer Klassenraum, Turnhalle) Da wir mit mindesten 6 Gruppen interaktiv arbeiten, brauchen wir die entsprechenden Räume.
benötigte Technik:
1. Ein Laptop + Beamer + Lautsprecher oder Ein Medienschrank Mit DVDplayer und Fernseher
2. Ein gut ausgestattet Moderationskoffer, Flippchartpapier, Druckerpapier
3. Ein etwas großer Raum damit wir mit 6 bis 7 Gruppen arbeiten können
4. Wenn möglich ein Computer mit Drucker!
benötigte Materialien / TN: Stifte, Schreibzeug und Papier

Was, wer und wie die Welt ernährt… (WWW)

Dieses Jahresthema ist mit folgenden Zielen unterlegt:
- Positive Emotionalisierung für ernährungspolitische Aspekte der EZ/ EP, insbesondere: Herkunft und originärer Nutzung von Nahrungsmitteln in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, weltwirtschaftliche Implikationen von Produktion, Handel und Verbrauch von Nahrungsmitteln sowie Nahrungsmittel bezogenes Verbraucherverhalten in Deutschland (Harzregion);
- Vermittlung von faktischen Wissen über Produktion, Handel, Verbrauch von Nahrungsmittel in Ländern des Südens sowie entwicklungspolitische Aspekte von MDG-Thematiken wie Gesundheit, Migration, Bildung etc.;
- Ausbau von Kompetenzen mit denen die Teilnehmenden sich qualifiziert mit der Projektthematik auseinandersetzen und aus den im Projekt erfahrenen Wissenszuwachs für sich mögliche Handlungsoptionen beispielsweise in ihrem Verbraucherverhalten ableiten können;

Projekttagreihe des Dachvereins Vorgesehen sind in diesem Bereich 115 Honoraraktivitäten in Form von Workshops/ Projekttagen, die landkreisweit durchgeführt werden. Sie geben altersgerechte inhaltliche Einblicke in kardinale Aspekte der Ernährungsproblematik aus entwicklungspolitischer Sicht. Sie drehen sich um Subthemen wie:
- Das MDG-Ziel 1: Beseitigung der extremen Armut und des Hungers (Erklärung der MDG, Ziele, Aktivitäten und Akteure an diesem Beispiel sowie die Vernetzung vieler MDG-Ziele untereinander)
- Der ländliche und städtische Raum in Afrika, Asien und Lateinamerika (Alltagsleben; Ernährung; Esskultur; Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzenten/innen und ihrer Angehörigen; Migration; Ursachen und Situation arbeitender Kinder…)
- Weltwirtschaft und Ernährung (Produktion, Distribution und Konsum; Lage der Erzeuger/innen im Süden; Preisbildung und Preispolitik im globalen Kontext; Konsum von Nahrungsmitteln in Süd und Nord; Herkunft von Nahrungsmitteln im Alltag der Verbraucher/innen in Deutschland, Spekulation mit Nahrungsmitteln, Wirkungen der Umstellung der Landwirtschaft von Nahrungs- in Energierohstoffproduktion…)
- Umwelt und Ernährung (ernährungspolitische Implikationen von Umweltschäden; Zusammenhang zwischen Umweltproblemen und Hunger/ unzureichender Ernähung; umweltgerechte/ Umwelt schützende Ansätze der Produzenten/innen im Süden incl. Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit/ Wasser aus entwicklungspolitischer Sicht…)
- Gesundheit und Ernährung (Beitrag der Ernährung zur Gesundheit; gesundes Essen in Nord und Süd; Zusammenhänge zwischen entwicklungspolitischen Ansätzen/ Programmen in den Bereichen „Gesundheitsfürsorge“ und „Ernährung“…)
- Die Macht des Einzelnen (Handlungsoptionen im Alltag der Menschen im Norden/ Deutschland/ Harzlandkreis zur Verbesserung der Ernährungssituation der Menschen im Süden incl. Information über CSR und Fairer Handel; Faire Label; Kraft der Verbraucher/innen; Schüleraktionen u. a. Schülersolidarität, Entwicklungspolitisch orientierte Schülerfirmen…)

Global Dialog SOLUTIONS

SOLUTIONS zielt auf die Stärkung Jugendlicher und ihrer Organisationen beim Engagement zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele (http://www.unric.org/html/german/mdg/index.html) in der Afrika-EU-Strategie ab. Hierbei ist es wichtig, den Jugendlichen Rückhalt und Unterstützung zu geben, damit sie ihren Teil der aktiven Bürgerschaft in Nord und Süd wahrnehmen können. Von großer Bedeutung ist hierbei die Verbesserung der aktiven lokalen und alltagsbezogenen Partizipation Jugendlicher.
Die Teilnehmenden sind ca. 200 Jugendliche zwischen 18 und 22 aus Deutschland, China, Ghana, Österreich, Senegal und Togo, die sich innerhalb der letzten 12 Monate über das Internet ausgetauscht haben und in vielen kleineren Konferenzen über die Inhalte und Schwerpunkte der Milleniumsziele weitergebildet worden sind, ein Teil traf sich in der Zeit Juni/ Juli in Deutschland um zehntägiges Jugendforum stattfinden zu lassen.
Ziel des Jugendforums ist der Ausbau der Motivation und Befähigung Jugendlicher und ihrer Organisationen auf lokaler und regionaler Ebene zivilgesellschaftlich aktiv zu werden und insbesondere die MZ bezogenen Aspekte der Afrika-EU-Strategie mit Leben zu erfüllen. Sie sollen sensibilisiert, befähigt und aktiviert werden in Nord und Süd für ein qualifiziertes Engagement bei der Lösung globaler Probleme eintreten zu können. Dabei ist der Aufbau eines partnerschaftlichen Verständnisses von den Jugendlichen in Europa, Afrika und China sowie die Entwicklung von Empathien und praktischen Instrumentarien incl. Methoden, die zu einem partnerschaftlichen Miteinander bei der Lösung globaler, wie auch lokaler Probleme führt wichtig. Schon vorhandene, aber auch viele neue Partnerschaften zwischen Jugendorganisationen in Nord und Süd sollen gefestigt und neu entstehen. Damit wird der Ausbau des gegenseitigen Verständnisses von Zielen, Inhalten und Methoden der Jugendarbeit in unterschiedlichen kulturellen und politischen Kontexten sowie der Essentielles einer zivilgesellschaftlich basierten Jugendaktion gefördert.
Neben dem Campus in Berlin sind sie vorher in Kleingruppen durch Sachsen Anhalt gereist und waren für 3 Tage Gast unseres Netzwerkes.
Einige Stationen im Landkreis Harz waren:

Dachverein Reichenstrasse e.V.
Kräfte bündeln – In vielen Arbeitsebenen unserer Präventions- und Migrantenarbeit arbeiten wir in unterschiedlichen Netzwerken und vor allem netzwerkübergreifend. So erreichen wir effektiv die unterschiedlichsten Zielgruppen. Beispielhaft stellten Dorreen Hering vom Landkreis Harz, Ulrike Döcke von der Stadtverwaltung Quedlinburg, Timo Goetze Netzwerk Schule ohne Rassismus und Cornelia Kopf Netzwerk Harz Global des Dachverein Reichenstrasse die Suchtwochen vor und erfuhren einiges über die Arbeit in den Ländern unserer Gäste.

Gymnasium Am Thie Blankenburg
Qualifizierte Umwelterziehung - die Flora der Jahreszeit wird bestimmen und Wasserproben vor Ort analysiert. Während die Schüler auf Exkursion waren - blieben die Direktoren unter sich und es gab Erläuterungen über die neusten Unterrichtsmittel.

Klärwerk
Paul Seidel und Jan Bielau haben in der 11.Klasse am Guths Muts Gymnasium Quedlinburg aktiv ihren Umweltbeitrag leisten können, in dem sie mit Hilfe des Abwasserzweckverbandes Untersuchungen über Mikroorganismen und somit über die Qualität des Wassers anstellen konnten. Ihre Ergebnisse fanden Anerkennung im Abwasserzweckverband, der sie in seinen Arbeitsprozess berücksichtigt und zum anderen haben sie den 3.Preis beim Wettbewerb Jugend forscht gewonnen.
Vorgestellt haben sie ihr Projekt 6 Jugendlichen aus 5 verschiedenen Ländern , Ghana, Togo, Senegal, China und Österreich, die im Rahmen eines internationalen Jugendforum unsere Region besucht haben und zu Gast beim Netzwerk Harz Global des Dachverein Reichenstrasse waren. Ziel der Besuchsreise war es Projekte und Arbeitsmethoden kennenzulernen, in denen Jugendliche als aktive Bürger bei Problemen wahrgenommen und einbezogen werden, in diesem Fall explizit zur Erfüllung der EU – Milleniumsziele. Herr Bröde vom Abwasserzweckverband hat durch die Kläranlage geführt, deren Arbeitsprozess und Ergebnisse aufgezeigt. Diese Zusammenarbeit Schule – Wirtschaft , die Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements Jugendlicher findet große Unterstützung bei dem Landtagsabgeordneten Ulrich Thomas und dem Stadtrat Hardy Seidel.

Die orientalische Nacht

Die orientalische Nacht ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Tuanano e.V., Benga Link e.V. und dem Dachverein Reichenstraße e.V.
Gemeinsam planten wir Projekttage, in dem die Kinder in die orientalische Lebenswelt eingeführt werden. Hierbei wollten wir Vorurteile abschaffen, aber auch das Gefühl der Geschichten von 1001 Nacht von den bunten Farben und der Lebensfreude, die im Orient herrschen den Kindern nahe bringen.
Benga Link eV. begann mit der Einführung und erklärte den Kindern in welchem geographischen Bereich der Orient zu finden ist. Sie erzählten von ihren Besuchen vor Ort, von ihren Eindrücken die sie bekommen haben, dem Leben der Kinder. Auf vielen Fotos kamen lebendige Eindrücke herüber, aber auch das der Alltag sieht nicht ganz so farbenfroh aussieht. Sie haben Probleme die tägliche Versorgung zu gewährleisten, dabei müssen Kinder schon mitarbeiten und der regelmäßige Schulbesuch kann nicht immer gewährleistet werden, aber trotzdem verlieren die Menschen nicht ihre Freude am Leben. Auf den vielen Bilder sahen sie das Leben ganz anders ist, durch die verschiedenen Klimazonen gehen die Menschen anders mit ihrem Alltag um. Interessiert wurden Sprach- und Schreibübungen durchgeführt, farbenfrohe Saris anprobiert und nach den Klängen der orientalischen Musik getanzt. Durch mitgebrachte Gewürze lag der Geruch des Orients in der Luft. Sie lernten die verschiedenen Gemüse und Früchte kennen, die dort auf den Feldern und in den Gärten wachsen. Gemeinsam überlegten sie mit der Sozialpädagogin Ines Martin, was gemeinsam gekocht wird. Sie überlegten, was wir bei uns erwerben können und was dann gemeinsam ausprobiert wird. Es entstand ein sehr interessantes Menü. Das Fleisch mit anderen Gewürzen zubereitet, es gab Couscous und für viele das erste mal Kichererbsen. Mit Erstaunen stellten sie fest, das Gemüse wie Möhren oder Zwiebeln genauso dort auf dem Speiseplan steht, wie hier bei uns. Als Nachtisch zauberten sie ein hervorragendes Mangoomlett. Es zog ein herrlicher Duft durch das ganze Kulturzentrum.
Um sich etwas näher mit dem Lebensgewohnheiten vertraut zu machen, haben wir Schuhe des Orients selber hergestellt. Die Kinder konnten hier die Erfahrungen sammeln, wie aufwändig die Herstellung der Pantöffelchen sind und das müssen indische Kinder oft täglich machen.
Am letzten Tag unterstützte uns Reza, ein Musiker aus Persien. Er brachte seine Musikinstrumente mit. Speziell lernten wir den persischen Dudelsack kennen, die Herstellung und übten ein wenig damit. Den Dudelsack zu spielen ist sehr schwer, daher hatten wir auch Trommeln organisiert, so dass ein gemeinsames musizieren möglich war. Es war der Abschluss unserer Projekttage und bildete den Höhepunkt. Es wurde natürlich keine wirkliche orientalische Nacht gefeiert haben, aber wir haben die Kinder in die Lage versetzt, dieses tun zu können. Und das war auch das Ziel.

Kontakt

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